erkennen ökologischer verantwortung

Konsumenten möchten beim Kauf von Holz- oder Papierprodukten in zunehmendem Maße die Zusicherung, dass die Produkte von nachhaltigen und ökologisch verantwortungsbewussten Produzenten stammen. Wie aber erkennen Konsumenten einen verantwortungsbewussten Lieferanten von Forstprodukten?

Konsumenten sollten Holz und Papier wählen, das aus verantwortungsbewussten Quellen stammt, wobei fünf entscheidende Prinzipien von Nachhaltigkeit berücksichtigt werden; und zwar Lieferanten, die:

1. Legale Holzernte.

Im Laufe der letzten Jahre hat das weltweite Ausmaß illegaler Abholzung in besorgniserregendem Maße zugenommen. Illegale Abholzung ist ein Hauptverursacher der Entwaldung im Ausland und trägt direkt zum Klimawandel und zum Verlust der biologischen Vielfalt bei. In Kanada gibt es nahezu keine illegale Abholzung und das Land bemüht sich, dieser Problematik auch in anderen Ländern entgegenzuwirken. Die kanadische Forstprodukteindustrie befürwortet einen Markt, der illegal abgeholzte Produkte verbietet.

Sehen Sie sich an, was legale Holzernte in Kanada bedeutet:

  • Der Forstbetrieb erfolgt unter einem der weltweit strengsten Regulierungs- und Durchsetzungsbestimmungen.
  • Unternehmen müssen sich an die von der Regierung genehmigten Forstbewirtschaftungspläne halten, die den Ort und die Menge der Holzernte festlegen.
  • Bei Unternehmen mit einer Zertifizierung für nachhaltige Forstwirtschaft wird die Einhaltung der von der Zertifizierungsstelle vorgegebenen Standards überprüft; dies schließt auch das Verbot illegaler Abholzung mit ein.
  • FPAC-Mitglieder haben ein System eingeführt, um den Ursprung der Faserstoffe, die bei den Arbeitsabläufen verwendet werden, zurückzuverfolgen; dadurch kann nachgewiesen werden, dass die Faserstoffe aus einer legalen Quelle stammen.

2. Unverzügliche Aufforstung abgeernteter.

Verbraucher möchten sicherstellen, dass abgeerntete Bäume, die für den Bau ihrer Häuser oder als Papier in ihren Druckern verwendet werden, auch umgehend wieder aufgeforstet werden. Kanadas Abholzungsquote liegt praktisch bei null, da jeder geschlagene Baum umgehend wieder aufgeforstet wird. Jährlich wird weniger als die Hälfte eines Prozents der Waldfläche abgeerntet und muss per Gesetz in der Folge als natürlicher Wald mit denselben heimischen Baumarten wieder aufgeforstet werden; abgeerntete Flächen werden nicht in Baumplantagen umgewandelt. Die Praktiken im Bereich Naturschutz, Holzernte und Wiederaufforstung werden in Kanada kontinuierlich verbessert. Kanada besitzt dadurch mehr Waldfläche, die für nachhaltige Waldbewirtschaftung zertifiziert wurde, als jedes andere Land der Welt. Diese Standards setzen eine große Disziplin voraus und erfordern eine ständige Verbesserung der forstwirtschaftlichen Arbeitsabläufe - daher übertreffen die bestehenden Praktiken häufig die von der Regierung vorgegebenen Standards.

Sehen Sie sich an, was unverzügliche Aufforstung in Kanada bedeutet:

  • Kanada besitzt noch immer 90% seines ursprünglichen Waldes; die verbleibenden 10% sind jene abgeholzten Waldflächen, die für Straßen, die Landwirtschaft, die städtische Entwicklung und weitere nicht für die Forstwirtschaft bestimmte Zwecke genutzt wurden.
  • Jährlich werden bei der Wiederaufforstung mehr als 600 Millionen Sämlinge gepflanzt.
  • Millionen Hektar von wiederaufgeforstetem Wald werden ausgedünnt und gejätet, um das Wachstum des neuen Bestands zu fördern.
  • Mehr als 31 Millionen Hektar Wald (beinahe 8%) und andere baumreiche Flächen stehen in Kanada unter Naturschutz – das ist eine Fläche so groß wie Kalifornien.
    • 24 Millionen Hektar davon befinden sich im borealen Waldgebiet.

3. Abfallreduktion, Unterstützung bei der Rückgewinnung und Recycling.

Die Abfallreduktion wurde für Verbraucher und Industriezweige weltweit mittlerweile zu einer wachsenden Besorgnis. Käufer und Verbraucher unserer Produkte erwarten, dass wir unseren Teil leisten, um Abfall zu vermeiden; hierzu haben wir in vielerlei Hinsicht einiges vorzuweisen. Wir nutzen 98% jedes gefällten Baumes - von Vollholz bis Bauholz, von Holzspänen bis zu Papier; darüber hinaus werden Sägemehl und andere Rückstände zunehmend als Energiequelle für unsere Sägewerke verwendet und ersetzen so fossile Brennstoffe. Heute stammt mehr als 60% der von der kanadischen Forstprodukteindustrie genutzten Energie von Sägewerken und Überresten bei der Holzgewinnung (diese wären vor Jahrzehnten noch als Abfall behandelt worden). Auch bei der Rückgewinnung und dem Recycling von Papier leisten wir einen wichtigen Beitrag. Verbraucher können darauf vertrauen, dass wir ebenso wie sie kein wiederverwertbares Papier mehr auf Abfalldeponien vorfinden möchten.

Sehen Sie sich an, was kein Abfall in Kanada bedeutet:

  • In Kanada stammen 87% der zur Papierherstellung verwendeten Fasern aus Überresten von Sägewerken und wiederverwertetem Papier.
  • Überreste, die für die Papierherstellung nicht geeignet sind, werden als Biomasseenergie genutzt.
  • Die landesweite Papierrecyclingquote liegt bei einem absoluten Höchststand von 58%.
  • Kanadas Forstprodukteindustrie unterstützt den Grundsatz: „Kein brauchbares Papier auf Mülldeponien“ – dadurch werden Kanadier animiert, noch mehr zu recyceln.

 

4. Reduktion der Treibhausgase und Hilfe beim Kampf gegen den Klimawandel.

Die Beziehung zwischen Wäldern, Forstprodukten und Treibhausgasen ist komplex und der Lernprozess für diesen Wissenschaftsbereich ist noch nicht abgeschlossen. Verbraucher möchten jedoch mit Unternehmen zu tun haben, die den Kampf gegen Treibhausgase ernstnehmen. Wäre das Kyoto-Abkommen tatsächlich ratifiziert worden, so hätte unsere Branche ihre Zielwerte bereits um das Zehnfache übertroffen. Darüber hinaus hat sich unsere Forstindustrie weltweit als einzige zur Kohlenstoffneutralität verpflichtet; und wir sind auf dem besten Weg, dieses Ziel zu erreichen.


Kanadas Forstprodukteindustrie ist auf dem Gebiet der Reduktion der Treibhausgas-Emissionen, die in Verbindung mit dem Klimawandel stehen, führend. Unsere Industrie bietet einen dreifachen Nutzen: Unterstützung der Umwelt, Verringerung der Kosten und Förderung der Akzeptanz kanadischer Produkte auf dem weltweiten Markt. Die Branche strebt nun etwas weltweit Einmaliges an: bis zum Jahr 2015 soll die Kohlenstoffneutralität über die gesamte Lebensdauer eines Produkts gewährleistet werden und zwar ohne Zukauf von Kohlenstoff-Ausgleichszertifikaten. Kanadische Produzenten nehmen in vermehrtem Maße erneuerbare Energien und verbesserte Energieeffizienz in Anspruch. Sie nutzen verbesserte Forstpraktiken, die die Kohlenstoffspeicherung erhöhen, und leiten noch weniger gut verwertbares Papier auf Mülldeponien.

Sehen Sie sich an, was Reduktion von Treibhausgasen in Kanada bedeutet:

  • Die Zellstoff- und Papierbranche hat ihre Treibhausgas-Emissionen auf ein Niveau verringert, das 57% niedriger ist als das von 1990.
  • Die Branche deckt 60% ihres gesamten Energiebedarfs durch erneuerbare Energien ab - insbesondere durch Biomasse.
  • Die Branche erzeugt ausreichend Energie, um den gesamten Elektrizitätsbedarf des Großraums Vancouver oder Denver abzudecken und arbeitet daran, die Kapazitäten noch weiter auszubauen.
  • Ziel der Branche ist es, mittels erneuerbarer Brennstoffe eine „100%ige Nutzenergie-Selbstversorgung“ zu erreichen.

5. Befürwortung unabhängiger Überprüfungen der Forstwirtschaftspraktiken.

Verbraucher wollen sichergehen, dass wir uns einer unabhängigen Überprüfung unterziehen und wir begrüßen eine solche Vorgehensweise. Genau genommen kann kein Unternehmen FPAC-Mitglied sein, wenn es eine unabhängige Zertifizierung ablehnt.

Transparenz und Verantwortlichkeit sind Eckpfeiler des kanadischen Nachhaltigkeitskonzepts. Ausländische Beobachter haben bereits neidvoll anerkannt, dass die Öffentlichkeit aufgrund der gesetzlichen Zusicherungen von einer Forstwirtschaftsplanung überzeugt ist. Darüber hinaus erfordern die international anerkannten Fremdzertifizierungsstandards für nachhaltige Forstbewirtschaftung, an die sich der Großteil der kanadischen Unternehmen hält, eine Beteiligung der Öffentlichkeit bei der Festlegung von Programmzielen sowie eine regelmäßige Berichterstattung über tatsächlich Geleistetes.

Sehen Sie sich an, was Befürwortung unabhängiger Überprüfungen in Kanada bedeutet:

  • Das kanadische Gesetz sieht explizit einen öffentlichen Beitrag zur Entwicklung von Forstwirtschaftsprogrammen vor.
  • Kanada besitzt mehr als 145,7 Millionen Hektar zertifizierten Wald - ein doppelt so großes Gebiet wie Alberta oder Texas - und damit mehr als jedes andere Land der Welt.
  • Die Überprüfung aller zertifizierten Betriebe erfolgt durch Dritte, um die Einhaltung der Standards der Zertifizierungsstellen zu gewährleisten.

 

Kanada ist in punkto nachhaltiger Forstbewirtschaftung weltweit führend. Sowohl Kunden als auch Konsumenten können bei kanadischen Forstprodukten sichergehen, dass diese in vollem Umfang den fünf entscheidenden Prinzipien einer verantwortungsvollen Quelle entsprechen.

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